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Bilder manipulieren


Macht ihr auch so viele Fotos? Ich mache immer unzählige Bilder. Zuhause beginnt dann die Arbeit: Die besten Fotos auswählen und bearbeiten. Womit ich das mache? Mit Adobe Lightroom. Das Programm nutze ich jetzt schon seit einiger Zeit. Es war für mich jedoch am Anfang nicht ganz leicht zu handhaben.

Zu Lightroom hatte ich mir am Anfang viele Tutorials durchgelesen und auf YouTube angesehen. Ein paar Fragezeichen blieben. Dabei könnt ihr mit Lightroom etwa die Fotos heller oder dunkler machen, Schatten aufhellen oder schärfen. In Lightroom lade ich meine Bilder erst in die Bibliothek. Dann bearbeite ich sie unter „Entwickeln“.

Ich nehme euch mit – in 7 Schritten zum perfekten Foto mit Lightroom:

Adobe Lightroom hat sich in den letzten Jahren als Software für die Bildbearbeitung von Fotos sowohl im Profi- als auch im Amateurbereich durchgesetzt. Dabei kann das Programm wesentlich mehr, als nur die Belichtung oder den Kontrast verändern. Bei meiner Bildbearbeitung ist mir wichtig, dass sich meine Reisefotos schnell und vor allem einfach korrigieren bzw. verbessern lassen. In diesem Artikel zeige ich euch, wie sich ein Foto, das auf dem ersten Blick misslungen aussieht, mithilfe von Lightroom wesentlich verbessern lässt. Grundvoraussetzung ist, dass das Foto formal korrekt fotografiert wurde. Das bedeutet, beim Foto muss der Fokus richtig sitzen, es darf nicht verwackelt sein und die Komposition sollte stimmen.

Schritt 1: JPEG oder RAW

Ganz zu Beginn steht die generelle Entscheidung, ob ich in RAW oder JPEG fotografiere. Das JPEG Format hat den Vorteil, dass die Dateigröße gering ist und dass die Datei plattformunabhängig auf Computern, Mobilgeräten und Internet sofort angezeigt werden kann. Das macht sie zum idealen Bildformat für Social Media Plattformen und zum Dateiaustausch.

Wenn ihr keine Lust auf eine Bildbearbeitung habt und zufrieden seid mit den Bildern aus der Kamera, dann braucht ihr euch nicht mit dem RAW Format zu befassen und könnt hier aufhören zu lesen.

Wenn ihr aber mehr aus euren Bildern herausholen möchtet, dann bleibt euch eigentlich nur übrig, in RAW zu fotografieren. Versteht mich nicht falsch, Fotos im JPEG Format lassen sich auch korrigieren, der Umfang an Korrekturen ist aber stark beschränkt und ihr solltet das JPEG schon so gut wie perfekt hinbekommen haben.

Das RAW Format ist ein unkomprimiertes Dateiformat, das alle Information des Kamerasensors beinhaltet. Es wird deswegen auch gerne als „digitales Negativ“ bezeichnet. Und genau wie ein Filmnegativ muss die RAW Datei erst entwickelt werden und lässt sich dann z. B. als ein JPEG exportieren. Die unkomprimierte Datei des RAW ist erheblich größer als ein JPEG.

Ein erheblicher Vorteil beim RAW: Der Kontrastumfang bei RAW ist höher. Während ein JPEG nur etwa 8 Blendenstufen darstellen kann, liegt der Kontrastumfang eines RAWs – je nach Hersteller – bei etwa 10 bis 15 Blendenstufen. Das gibt uns viel mehr Spielraum, um Details aus hellen und dunklen Bereichen eines Bildes zurück zu holen.

Schritt 2: Objektivkorrektur

Im Entwickeln Modul von Lightroom beginne ich bei jedem Foto immer mit der Objektivkorrektur und setze beide Haken. Bei der Chromatischen Aberration handelt es sich um Abbildungsfehler des Objektivs, bei denen Farbsäume an hellen und dunklen Kanten entstehen. Diese werden von Lightroom recht gut beseitigt. Die Profilkorrektur behebt mal mehr oder weniger gut die Verzerrung und Vignettierung des Objektivs.

Besitzer einer Micro-Four-Thirds Kamera (z. B. Olympus) dürfen sich diesen Schritt sparen, da die Objektivkorrektur bereits kameraintern berechnet wird.

Schritt 3: Kamerakalibrierung

Beim Import der Bilder lädt Lightroom automatisch ein Adobe Standard Profil auf die Bilder. Fast alle Kamerahersteller haben aber eigene Profile, die gleich das Bild mit einem besseren „Look“ aufpeppen. Bei Canon gibt es z. B. das Camera Landscape Profil, das bei den meisten Bildern Anwendung findet.

Schritt 4: Schwarz und Weiß

Mit den Reglern Schwarz und Weiß sorgen wir für einen knackigen Kontrast und ein strahlendes Bild. In Maßen eingesetzt profitiert das Bild dabei von einem höheren Kontrast. Im Grunde genommen bestimmen wir den Anteil an Pixeln, die reines Schwarz bzw. reines Weiß sind. Damit ein Bild kontrastreich wirkt, sollte es einen Schwarzpunkt und einen Weißpunkt haben.

Bewegen wir den Schwarzregler mit der Maus und halten dabei die Alt-Taste gedrückt, wird über das Bild ein weißes Overlay gelegt. Ziehen wir den Regler nun nach links, erscheinen ab einem gewissen Punkt farbige bzw. schwarze Punkte/Flächen. Dies sind die Bereiche, in denen es nur noch schwarze Pixel gibt. Genauso kann man mit dem Weißregler verfahren, nur dass das Overlay hier schwarz ist und die überbelichteten Flächen in weiß angezeigt werden.

Achtet bei der Anwendung darauf, dass die Weiß- und Schwarzwerte gerade so an das jeweilige Ende des Histogramms geraten. Das ist nicht bei jedem Bild immer möglich.

Schritt 5: Tiefen und Lichter

Mit dem Tiefen Regler werden aus den dunklen Bereichen des Bildes Details zurückgeholt. Mit dem Lichter Regler werden zu helle Bereiche im Bild dunkler gemacht.

Schritt 6: Klarheit und Dynamik

Der Klarheit Regler erhöht ebenfalls den Kontrast, aber nur in den Mitteltönen. Der Mitteltonbereich ist dabei relativ weit gefasst. Typische Aufnahmen für eine sinnvolle Anwendung, die Klarheit zu erhöhen, sind Fotos von Architektur, Strukturen und Landschaften. Bei Porträtaufnahmen würde ich den Regler ins Minus bewegen, um z. B. die Haut etwas weicher zu zeichnen.

Die Dynamik erhöht die Intensität bei den bereits vorhandenen Farben. Die Sättigung erhöht die Farbintensität des kompletten Bildes und sollte nur sehr sparsam eingesetzt werden. Ich verzichte zu 99 Prozent auf den Sättigungsregler. Und schon reichen die Anpassungen meiner Meinung nach für die meisten Foto's.

Schritt 7: Export als JPEG

Im letzten Schritt geht es nur noch darum, das Foto als JPEG zu exportieren, um es auf die Webseite hochzuladen, jemandem per Email zu schicken oder in den Social Media Kanälen zu verbreiten.

Ich benenne die Datei und bezeichne den Ort, wo die Datei gespeichert werden soll. Die Dateigröße sollte so klein wie möglich gehalten werden. Bei diesem Foto habe ich mich für eine maximale Kantenlänge von 1.000 Pixeln entschieden. Für die Ansicht auf einem Handy oder Monitor reichen 72 Pixel/Zoll und eine Qualität von 60 Prozent. Fotos sollten beim Export auch geschärft werden, damit sie immer etwas knackiger wirken.

Fazit zu Lightroom

Die Bildbearbeitung mit Lightroom ist wirklich leicht und erfordert lediglich etwas Übung. Welche Regler ich benutze und wie weit ich sie nach links oder rechts ziehe, hängt immer vom jeweiligen Bild ab. Werdet euch darüber klar, dass es kein richtig oder falsch gibt. Ihr seid der 'Künstler' und entscheidet, wie euch euer Foto am besten gefällt.